6 Strategien, die helfen können deine Beziehung zu retten

Es gibt Dinge, die kann man ersetzen. Eine Beziehung gehört leider nicht dazu. Beziehungen sind einzigartig. Wir bauen sie gemeinsam auf Liebe und Vertrauen auf. Und wir suchen uns diese einzigartige Person aus, der wir uns anvertrauen und die so vieles von uns weiß. Gemeinsam gestalten wir unser Leben und die Zukunft nach unseren Wünschen und Plänen. Und doch gibt es immer wieder Beziehungen, die nicht halten. Dann denken Paare über Trennung und Scheidung nach. In vielen Fällen erscheint eine Trennung heute als der einzige Ausweg aus Beziehungsproblemen. Aber kann eine Trennung noch verhindert werden, wenn beide gemeinsam an der Beziehung arbeiten? Hier sind sechs Dinge, die ihr ausprobieren könnt, bevor ihr euch trennt oder gar scheiden lasst:

1. Das Gespräch suchen

Kommunikation ist der Schlüssel für eine gelingende Beziehung. Wenn eine Trennung im Raum steht, sich einer oder gar beide Partner:innen zurückziehen und ihre Gefühle vor dem anderen verbergen, den Kontakt verlieren und auseinanderdriften, ist es ganz egal, wer von beiden das Gespräch anstößt. Hauptsache ihr redet miteinander. Wer versuchen möchte, eine Trennung zu vermeiden, sollte offen mit dem anderen reden. Sprecht Probleme an, findet die Ursachen und Auswirkungen heraus und schaut, ob ihr sie gemeinsam lösen könnt. Wenn du z. B. das Gefühl hast, dass dein Partner sich nie bei dir entschuldigt und du immer der- oder diejenige bist, der oder die das Gespräch sucht, die Schuld auf sich nimmt und sich entschuldigt, stimmt etwas mit der Dynamik in der Beziehung nicht. Auch so etwas solltet ihr offen ansprechen.

2. Offenheit und Ehrlichkeit

Offenheit ist wichtig, um eine Trennung zu vermeiden. Sprecht über eure Gedanken, Gefühle, Ansichten, Ziele und Dinge, die euch Sorgen, aber auch Freude machen. Wenn beide Partner offen über ihre Gefühle sprechen können, fühlen sie sich miteinander vertraut und sicher. Es entstehen weniger Missverständnisse und du kannst dich so zeigen, wie du bist.

Wenn ein Paar schon über Trennung nachdenkt, kann Offenheit aber auch bedrohlich wirken. Schließlich machst du dich verletzlich und in gewisser Weise vielleicht auch manipulierbar. Wenn dann auch noch jemand Drittes im Spiel ist, kann es sich ganz und gar unmöglich anfühlen, jemals wieder offen miteinander zu reden. Trotzdem kann auch eine Trennung respektvoll ablaufen und offen über seine Gefühle zu sprechen, kann einen friedlichen Trennungsprozess unterstützen.

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3. Erinnere dich daran, was du am anderen mochtest

Wenn Paare über eine Trennung nachdenken, fehlt bereits häufig der gegenseitige Respekt. Man kann den anderen nicht mehr so wertschätzen, wie das mal der Fall war. Genau das sind häufig die Gründe, die zu einer Trennung führen. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich daran zu erinnern, was man am anderen gemocht und wofür man ihn geschätzt hat. Was hat euch verbunden? Warum wart ihr zusammen und habt euch eine gemeinsame Zukunft ausgemalt? Zuneigung und Respekt spielen eine große Rolle, wenn ihr eure Beziehung retten wollt. Wichtig ist nur, dass die Gefühle echt sind und nicht nur vorgespielt werden. Denn auch unterschwellige Aggressionen lassen sich nicht einfach unterdrücken.

4. Überlegt, was euch noch verbindet

Eine Trennung kann natürlich die entscheidende Lösung für die Probleme eines Paares sein. Aber weil sie so drastisch ist, sollte sie nur als allerletzte Möglichkeit gesehen werden. Oft wird sie in einem heftigen Streit überstürzt ausgesprochen und nicht selten hinterher bereut. Bevor es soweit kommt, und euch klar wird, dass euch mehr trennt als vereint, fragt euch: was verbindet uns noch? Die Antwort sollten nicht unbedingt nur die Kinder oder finanzielle Verstrickungen sein. Vielleicht verbindet euch noch der Humor, ihr lacht gern miteinander, ihr vertraut einander oder ihr fühlt euch (zumindest manchmal) noch wohl, wenn ihr zusammen seid. Wenn ihr euch die schönen Momente anseht und das Verbindende, erinnert ihr euch vielleicht an die guten Zeiten und merkt, ob da noch eine Basis ist, auf der ihr etwas neu aufbauen könnt.

5. Die andere Perspektive verstehen

Jeder Mensch hat eine eigene Meinung und auch die Wahrnehmung unterscheidet sich. Wenn man die Wahrnehmung und Perspektive des anderen nicht versteht, sich nicht hineinversetzen kann oder will, kann das zum Bruch führen. Wenn es zu so einem Bruch kommt, solltet ihr trotzdem wenigstens versuchen, den anderen einigermaßen zu verstehen. So bleibt eine gewisse Verbindung bestehen und die Trennung kann friedlicher vonstatten gehen. In einer Beziehung gilt jedoch grundsätzlich: natürlich ist man nicht immer einer Meinung. Aber Zuhören und Verstehen, was und wie der oder die Partner:in denkt, ist unerlässlich, wenn man eine Beziehung retten will.

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6. Streiten will gelernt sein

Seien wir mal ehrlich: wer mag es schon zu streiten? Trotzdem sind Auseinandersetzungen auch in gesunden Beziehungen ganz normal und gerade wenn die Situation verfahren erscheint, unvermeidlich. Schließlich treffen zwei Menschen aufeinander, die individuelle Interessen und Wahrnehmungen haben. Eine flexible und anpassungsfähige Beziehung kommt auch mit unterschiedlichen Interessen und Konflikten klar und kann sie (zumindest für eine Weile) ausbalancieren. Es ist gerade in Beziehungen besonders wichtig, zu lernen, mit Konflikten umzugehen. Denn Streit lässt sich nicht immer vermeiden. Im Gegenteil, wenn ihr versucht, bloß nicht anzuecken, werden eure Gefühle nur unterdrückt. Jeder Mensch muss lernen zu streiten, ohne den anderen klein zu machen oder emotional zu erpressen. Streiten heißt über Gefühle zu reden und nicht auf Rache aus zu sein. Höre zu, was dein:e Partner:in sagt, versuche ihre oder seine Perspektive zu verstehen und kommuniziere deine Gedanken klar und deutlich. Redet darüber, was ihr wollt und was für euch nicht in Ordnung ist.