Ich bin ausgebildete Pädagogin und arbeite als systemische Beraterin. Ich begleite Menschen dabei, ihre Lebenssituation, Beziehungen und Alltagsstrukturen zu verstehen, Ressourcen zu erkennen und Veränderungen zu gestalten. Mein Fokus liegt auf ADHS, Care-Verantwortung, Stress- und Burn-out-Prävention sowie psychischer Gesundheit.
Zuvor war ich viele Jahre als Grundschullehrerin/Montessori-Pädagogin und in der Erwachsenenbildung tätig. Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, wie unterschiedlich Menschen lernen, wachsen und mit Herausforderungen umgehen – und wie wichtig es ist, individuelle Ressourcen zu erkennen und zu fördern.
In meiner Beratung begegnen mir Themen wie innere Unruhe, geringe Impulskontrolle oder Überforderung – oft im Zusammenhang mit ADHS und psychischen Belastungen im Familien- oder Alltagskontext. Durch meine Tätigkeit als Lehrerin habe ich immer auch Eltern von Kindern mit ADHS begleitet. Heute lebe ich mit meinem Partner und zeitweise mit seinen drei Teenager-Kindern, teilweise mit ADHS. Diese persönlichen und beruflichen Erfahrungen geben mir einen praxisnahen und empathischen Blick auf die Dynamiken, die entstehen, wenn Neurodiversität, Care-Arbeit und Alltagsanforderungen zusammentreffen.
Mich interessiert besonders, wie weiblich sozialisierte Menschen mit ADHS andere Ausdrucksformen zeigen, die häufig zu Fehldiagnosen oder späterer Erkennung führen. Symptome können sich in Selbstzweifeln, Überanpassung, Perfektionismus, emotionaler Dysregulation oder Burn-out-ähnlichen Zuständen zeigen. Außerdem beziehe ich Erkenntnisse aus der Traumaforschung und zu Adverse Childhood Experiences (ACEs) ein, die zeigen, dass frühe Belastungen ADHS-Symtome verstärken können.
Nebenbei arbeite ich auch als systemische Organisationsberaterin. Diese Erfahrungen fließen in meine Einzelberatung ein, da sie mir helfen, Zusammenhänge und Strukturen zu erkennen, die das Leben und den Alltag meiner Klient*innen beeinflussen.
Queere Lebensrealitäten sind mir vertraut, ebenso wie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen. Ich verstehe Geschlecht und Sexualität als vielfältig, fluide und gesellschaftlich geprägt. Mich beschäftigt besonders die Frage, welchen Einfluss gesellschaftliche Strukturen und Normen auf psychische Belastungen, Störungen und Traumata haben – und wie wir in Beratung und Therapie sensibel darauf reagieren können.
Ich verbinde analytisches Denken mit Empathie, Humor und einem wachen Blick für soziale Zusammenhänge. Veränderung beginnt dort, wo Menschen sich selbst und ihr Umfeld besser verstehen – und ich begleite sie dabei, Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Neurodiversität als persönliche und gesellschaftliche Ressourcen zu nutzen.