Ich bin Psychologe, systemischer Therapeut, Coach und Resilienztrainer. Nach Jahrzehnten im internationalen Business habe ich mich Mitte fünfzig bewusst für eine mutige Kurskorrektur entschieden: mein berufliches Leben stärker an dem auszurichten, was mir wirklich wichtig ist – Menschen dabei zu unterstützen, Krisen, Übergänge und die Komplexität moderner Beziehungen gut zu bewältigen.
Diese späte berufliche Neuorientierung prägt meine Arbeit bis heute. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Veränderung ist selten einfach, aber immer möglich. Genau das verbindet mich besonders mit Menschen, die an einem Wendepunkt stehen und sich fragen, ob der Weg, auf dem sie gerade unterwegs sind, noch stimmig ist. Ich begleite Einzelpersonen und Paare dabei, Klarheit, Resilienz und Orientierung zu entwickeln – in Therapie, Coaching oder Resilienztraining.
Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit findet online statt. In den vergangenen Jahren habe ich erlebt, wie kraftvoll virtuelle Sitzungen sein können: weniger organisatorischer Stress, mehr Zugänglichkeit und oft überraschend intime Räume für tiefe Reflexion. Für Paare an unterschiedlichen Orten, für Menschen mit anspruchsvollen beruflichen Rahmenbedingungen oder für Expats fern der Heimat ist Online-Therapie und -Coaching kein zweitbester Ersatz, sondern häufig der Schlüssel zu nachhaltiger Veränderung.
Als Third Culture Kid bin ich selbst zwischen Kulturen aufgewachsen – deutscher Staatsbürger, in den Niederlanden groß geworden und geprägt von einer europäischen Identität, die nie an ein einzelnes Land gebunden war. Diese Erfahrung hat mich besonders sensibel für die Herausforderungen von Expats gemacht: die Suche nach Zugehörigkeit, das Balancieren verschiedener Identitäten, den oft unsichtbaren Anpassungsstress. Ich arbeite gern mit internationalen Klientinnen und Klienten, die „zwischen den Welten“ leben, und unterstütze sie dabei, diese Komplexität anzunehmen, statt sich von ihr überfordern zu lassen.
Ein weiterer zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit ist Resilienz und Burnout-Prävention. Zu viele Führungskräfte, Fachpersonen und Menschen in helfenden Berufen gehen über ihre Grenzen hinaus, bis nichts mehr geht. Als Resilienztrainer unterstütze ich dabei, psychologische Flexibilität zu stärken, konstruktiv mit Druck umzugehen und auch in turbulenten Zeiten neue Energie zu finden. Resilienz ist für mich keine feste Eigenschaft, sondern ein Bündel aus Fähigkeiten, Haltungen und Ressourcen, das sich entwickeln lässt.
In meinem eigenen Leben schöpfe ich Resilienz aus unterschiedlichen Quellen:
• Bewegung und Rhythmus – Schlagzeugspielen, Wandern und lange Wege zu Fuß (unter anderem fast 3.000 km auf dem Jakobsweg mit meinen Söhnen).
• Kreativität und Perspektivwechsel – Fotografie hilft mir, die Welt immer wieder neu zu sehen.
• Reflexion und Spiritualität – nicht dogmatisch, sondern als Praxis von Achtsamkeit, Dankbarkeit und Verbindung mit dem Wesentlichen.
• Beziehungen und Gemeinschaft – im Kontakt mit Familie, Freunden und Weggefährten, die mich unterstützen und zugleich herausfordern.
Diese persönlichen Ressourcen gehören nicht nur zu meinem Leben – sie fließen unmittelbar in meine Arbeit ein. Sie ermöglichen mir, Menschen authentisch zu begegnen: nicht aus der Distanz theoretischer Konzepte, sondern aus gelebter Erfahrung.
Klientinnen und Klienten beschreiben meinen Stil oft als empathisch, klar und wohltuend bodenständig. Ich glaube nicht an Alpha-Gehabe, leere Phrasen oder schnelle Lösungen. Stattdessen höre ich genau zu, stelle auch unbequeme Fragen und helfe dabei, zum Kern eines Themas vorzudringen.
Ob in Therapie, Resilienztraining oder Coaching: Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich sicher genug fühlen, sich selbst zu erforschen – und mutig genug, etwas zu verändern. Räume, in denen Paare wieder Verbindung finden, Einzelpersonen neue Orientierung gewinnen und Expats ihre kulturelle Vielschichtigkeit in ein gesundes, sinnvolles Leben integrieren können.