So funktioniert It's Complicated
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Erfahre mehr über Selbstverletzung
Selbstverletzung bedeutet, sich selbst zu verletzen, um mit schwierigen oder überwältigenden Gefühlen umzugehen. Klinisch wird das oft als nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) bezeichnet, weil es für viele Menschen ein Weg ist, emotionalen Schmerz zu bewältigen, und kein Versuch, das eigene Leben zu beenden, auch wenn sich beides manchmal überschneiden kann. Selbstverletzung kommt häufiger vor, als viele denken, und ist kein Zeichen von Schwäche, Aufmerksamkeitssuche oder Manipulation: Meist ist es ein Signal, dass jemand mit mehr Schmerz umgeht, als ihm oder ihr gerade andere Wege zur Verfügung stehen. Menschen, die sich selbst verletzen, verdienen Verständnis und Unterstützung, und mit Hilfe finden die meisten andere Wege, damit umzugehen und darüber hinauszuwachsen.
Viele Menschen, die sich selbst verletzen, behalten das lange für sich, und der erste Schritt, sich zu melden, kann schwerfallen. Du musst nicht in einer Krise stecken, um Unterstützung zu verdienen.
Unterstützung kann helfen, wenn:
- du körperlichen Schmerz nutzt, um mit emotionalem Schmerz umzugehen, oder um überhaupt etwas zu fühlen, wenn du dich taub fühlst
- der Drang zur Selbstverletzung zurückkehrt, sobald Gefühle überwältigend werden
- du Scham oder Geheimhaltung damit verbindest und es allein trägst
- sich schwierige Gefühle aufstauen, ohne dass es ein anderes Ventil gibt, das für dich funktioniert
- Selbstverletzung zu einer Art der Bewältigung geworden ist, die du verstehen oder verändern möchtest
- du mit jemandem sprechen möchtest, der oder die nicht mit Schock oder Verurteilung reagiert
Therapie bei Selbstverletzung setzt daran an, den zugrunde liegenden emotionalen Schmerz zu verstehen und zu lindern, und andere Wege der Bewältigung aufzubauen, statt sich nur auf das Verhalten selbst zu konzentrieren. Ist Selbstverletzung Teil einer umfassenderen Schwierigkeit, ergänzen diese Ansätze die passende klinische Behandlung.
DBT: Dialektische Verhaltenstherapie wurde unter anderem entwickelt, um bei Selbstverletzung zu helfen, und vermittelt konkrete Fertigkeiten, um Belastung auszuhalten, Emotionen zu regulieren und in schwierigen Momenten stabil zu bleiben. Für diesen Bereich gibt es dazu eine starke Evidenzlage.
KVT: Kognitive Verhaltenstherapie hilft dir, die Gedanken und Situationen zu erkennen, die dem Drang zur Selbstverletzung vorausgehen, und alternative Reaktionen zu entwickeln. Der Ansatz eignet sich für alle, die einen strukturierten, praktischen Weg suchen.
CFT: Compassion-Focused Therapie setzt direkt an Scham und harter Selbstkritik an, die häufig mit Selbstverletzung einhergehen, und hilft dabei, eine mildere innere Stimme zu entwickeln. Das kann helfen, wenn gegen sich selbst gerichtete Wut Teil des Bildes ist.
Traumainformierter Ansatz baut Therapie um Sicherheit und Vertrauen herum auf, was wichtig ist, weil Selbstverletzung oft mit früheren schmerzhaften Erfahrungen zusammenhängt. So wird sichergestellt, dass die Arbeit selbst die Belastung nicht verstärkt, die sie eigentlich lindern soll.
Psychodynamische Therapie erkundet die tieferliegenden emotionalen Muster und Erfahrungen, die Selbstverletzung zugrunde liegen. Das kann helfen, wenn sich die Schwierigkeit langwierig anfühlt oder schwer in Worte zu fassen ist.
Du musst dich nicht allein für einen Ansatz entscheiden. Der Matching-Service von It's Complicated bringt dich mit Therapeut:innen zusammen, deren Ansatz zu deiner Situation passt. Jetzt matchen lassen.
It's Complicated ist eine von Therapeut:innen gegründete Plattform für psychische Gesundheit, die Klient:innen mit verifizierten Fachleuten in ganz Europa und weltweit verbindet, in über 60 Sprachen. Die Nutzung ist kostenlos: Über 2.500 geprüfte Therapeut:innen bieten Sitzungen vor Ort an, unter anderem in Berlin, Amsterdam, Barcelona, Lissabon und Wien, sowie online weltweit.
It's Complicated ist kein Krisendienst, aber ein Ort, um fortlaufende, urteilsfreie Unterstützung von einer Fachperson zu finden, die Selbstverletzung versteht. Die richtige Person zu finden zählt hier besonders, und genau dafür ist unser Matching-Service gemacht. Du füllst einen kurzen Fragebogen aus, unsere Psycholog:innen kombinieren datenbasierte Erkenntnisse mit menschlichem Urteilsvermögen, um passende Therapeut:innen für deine Situation zu finden, und du wählst aus einer Shortlist starker Kandidat:innen. Du kannst auch direkt in unserem Verzeichnis stöbern, wenn du lieber selbst auswählen möchtest.
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