2019 machten sich zwei Therapeut:innen daran, ein kompliziertes Problem zu lösen. Damals suchten mehr Menschen denn je nach Therapie, doch für Therapeut:innen war es schwierig, online gefunden zu werden, und die Arbeit selbst konnte isolierend sein. Eine Privatpraxis aufzubauen bedeutete oft, sich durch fragmentierte Tools zu navigieren, die das Wesen der Therapie nicht verstanden, und Plattformen zu nutzen, die unnötig komplex und seltsam losgelöst von der Arbeit wirkten, die sie eigentlich unterstützen sollten.
Was als Gespräch zwischen zwei Therapeut:innen begann, ist seitdem zu etwas Größerem gewachsen: eine internationale Gemeinschaft Tausender Praktiker:innen im Dialog miteinander und eine unabhängige, von Therapeut:innen geführte Alternative zum Aufstieg risikokapitalfinanzierter Therapieplattformen.
Wir sind Johanne Schwensen, klinische Psychologin, und Jakob Lusensky, Jungscher Analytiker. Wir haben uns in Berlin kennengelernt, wo wir beide Privatpraxen führten und eine Frustration teilten – und eine Neugier darüber, wie Therapie praktiziert und wie ein Raum für Therapeut:innen in der heutigen Zeit gebaut werden sollte.
Wir kamen aus unterschiedlichen therapeutischen Traditionen, sprachen verschiedene Fachsprachen und waren uns manchmal nicht einig darüber, was „gute Therapie“ bedeutet. Aber wir teilten eine Überzeugung, gestützt auf Erfahrung und Forschung: Die therapeutische Beziehung zählt am meisten. Therapie sollte menschlich bleiben, und Therapeut:innen brauchen bessere Bedingungen, um ihre Arbeit gut zu machen. Also begannen wir, die Plattform und Gemeinschaft zu bauen, die wir uns selbst gewünscht hatten.
Was als kleines Verzeichnis von Kolleg:innen in Berlin begann, wuchs zu einem Raum für Austausch, in dem sich Therapeut:innen persönlich und online vernetzen, gegenseitig unterstützen und nachhaltige Praxen aufbauen konnten. Im Laufe der Zeit entwickelten wir die nötigen Werkzeuge: eine zuverlässige Videolösung, sichere Zahlungen und ein Klient:innen-Center – alles DSGVO-konform. Die Gemeinschaft blieb das Herzstück. Wir entschieden uns gegen den Risikokapital-Weg und luden stattdessen Therapeut:innen ein, Miteigentümer:innen zu werden. Heute gehören rund 10 % des Unternehmens der Praktiker:innen-Community.
Auf dem Weg haben wir nicht nur Therapeut:innen zusammengebracht, sondern auch erfahrene Ingenieur:innen und Produktentwickler:innen, die unsere Mission teilten. Unser CTO Jon kam von SoundCloud und Google – denn eine Plattform zu bauen, die Therapie wirklich unterstützt, erfordert sowohl ein tiefes Verständnis der Arbeit selbst als auch die technische Expertise, sie gut umzusetzen.
Wir sind immer noch unabhängig, immer noch von Therapeut:innen geführt, mit einem einfachen Prinzip: Therapeut:innen zuerst. Technologie bauen, die der therapeutischen Beziehung dient, nicht sie stört. In einer Welt, die zunehmend von Plattformen, Automatisierung und Optimierung geprägt ist, sollte Therapie eine zutiefst menschliche Praxis bleiben.
Wenn dich das anspricht, bist du herzlich eingeladen, dich uns anzuschließen. Wir bauen das gemeinsam – von Therapeut:innen, für Therapeut:innen.