In meiner beruflichen Laufbahn habe ich Erfahrungen in der Neurologie, der stationären Psychiatrie und Psychotherapie, der Suchtbehandlung und Entgiftung, dem Maßregelvollzug, psychologischer Krisenintervention nach Gewalterfahrung, sowie im Sozialdienst sammeln dürfen.
Was ist eigentlich Rechtspsychologie?
Die Bezeichnung variiert - manchmal wird der Begriff "forensische Psychologie" benutzt, machmal taucht die Bezeichnung "Kriminalpsychologie" auf. Das Berufsfeld der Rechtspsychologie umschreibt verschiedenste Bereiche mit der selben Verbindung: Die Schnittstelle von Psychologie, Kriminalität und Justiz.
Man findet uns im Straf- oder Maßregelvollzug, in der Straffälligenarbeit, der Kriminalprävention, der Opferhilfe, bei der Polizei oder auch bei der Begutachtung vor Gericht.
In der Beratung beschäftigt sich die Rechtspsychologie insbesondere mit folgenden Problemen:
+ Bewältigung von akuten Krisen und belastenden Lebensereignissen
+ Folgen von Gewalterfahrungen (auf Täter- sowie Opferseite)
+ Reflektion destruktiver Verhaltensmuster
+ Begleitung bei Sucht, Impulskontrolle und Selbstregulation
+ Umgang mit Ängsten, Überforderung und Depressionen
+ Emotionale Regulation bei impulsivem oder destruktivem Verhalten
+ Motivationsarbeit und Rückfallprävention
+ Umgang mit Kontrollverlust, Selbstabwertung, Schuldgefühlen
+ Reflexion eigener Verantwortung
+ Verhaltensänderung
+ Neuorientierung nach Identitätskrisen
+ Beratung bei Straffälligkeit oder Konflikten mit dem Gesetz
+ Kommunikation mit Behörden und Institutionen
+ Akute Lebenskrisen
+ Umgang mit Schock, Ohnmacht und Kontrollverlust nach belastenden Situationen
+ Krisenintervention nach psychischen oder körperlichen Gewalterfahrungen
+ Begleitung bei schwierigen Entscheidungsphasen (Anzeige, Ausstieg, Trennung, etc.)
+ Beratung und Vorbereitung bzgl. rechtlicher Schritte
+ Wiederaufbau von Sicherheit, Vertrauen und Selbstwirksamkeit nach Gewalterfahrungen
+ Gewalttätige Beziehungsdynamiken verstehen
+ Erkennen eigener Muster, Grenzen aufbauen
+ Schuld, Scham und Ambivalenz verstehen
+ Umgang mit komplexen Loyalitätskonflikten, sowie moralischen und emotionalen Konflikten
+ Sekundärtraumatisierung von Helfer:innen
+ Begleitung Angehöriger von straffällig gewordenen oder suchtkranken Personen