In einer Welt, die immer mehr Tempo aufnimmt, wo Strukturen brüchig werden, Veränderungen dynamischer und nicht vorhersehbar sind (von new work bis zur Polykrise), wo die Nutzung von sozialen Medien und KI uns immer mehr zu bestätigen und zugleich in Frage zu stellen scheint (Sycophancy) braucht es einen klaren Kopf. Ob wir das Problem nun Burnout nennen oder Depression, ob Angst, Zwang oder Somatisierungen dazu kommen ist vor allem für Forschung oder auch die Krankenkasse interessant. Denn Forschung und Abrechnung brauchen Schubladen bzw. Diagnosen wo Fälle abgelegt bzw. untersucht werden können. Für den Betroffenen helfen diese Schubladen wenig und die Übergänge sind in der Realität von erlebter Entwurzelung, Überforderung, Einsamkeit, dem Mangel an Selbstwirksamkeit, etc. ohnehin fließend. Psychische Probleme erzeugen immer auch eine Einschränkung der eigenen Autonomie. Wer keine Energie mehr hat, Angst, Zwangsgedanken verspürt, usw. der hat ein Stück Autonomie verloren. Für die Bearbeitung geht es vielmehr darum die dysfunktionalen bzw. einschränkenden Muster zu erkennen und zu verstehen die zur aktuellen Problematik beigetragen haben. Auf Basis dieser Erkenntnis kann dann trainiert und gelernt werden und dies geschieht grob gesagt auf 3 Ebenen:
1. Übungen: Sport, Entspannungsmethoden, Konfrontation, etc. sind alles Ansätze, die schnell und pragmatisch angesetzt werden können. Vergleichbar mit Übungen beim Sport.
2. Schemata: In unserem Leben haben wir uns bestimmte Perspektiven und Problemlösungsmuster erarbeitet. Hier macht meistens die Dosis das Gift. Perfektionismus ist hier ein schönes Beispiel für ein solches Schema.
3. Bindung: Wie wir in der Kindheit Bindung zu und zwischen den Eltern erlebt haben, beeinflusst unser Vertrauen in die Welt. Auch spätere Traumata können dieses Vertrauen erschüttern. Dies kann zu dauerhaftem Stress führen und muss dann bearbeitet werden.
Wir schauen dabei gemeinsam, auf welcher Ebene wir den Fokus des Arbeitens setzen. Dysfunktionale Strukturen werden identifiziert und Schritt für Schritt durch adäquate Lernprozesse durch funktionale ersetzt. Dabei besteht die Kunst darin, diese Lernprozesse adäquat emotional aufzuladen, denn Emotion ist Dünger fürs Gehirn (mehr dazu unter https://deine-therapie.at/).