Als Psychologe und als psychoanalytischer Psychotherapeut in Ausbildung begleite ich Menschen in herausfordernden Lebenssituationen, akuten Krisen und auf ihrem Weg zu langfristiger persönlicher Entwicklung.
Mein Weg in die Psychologie ist nicht nur ein fachlicher, sondern auch ein persönlicher. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie bedeutsam es sein kann, einem Menschen zu begegnen, der nicht vorschnell bewertet, erklärt oder korrigiert, sondern wirklich verstehen will. In einer meiner schwersten seelischen Krisen war es ein Psychoanalytiker, der mir zum ersten Mal dieses bis dahin kaum bekannte Gefühl vermittelte: in der Tiefe gesehen zu werden. Nicht nur mit Symptomen oder Leidensdruck, sondern als Mensch mit einer eigenen Geschichte, mit inneren Konflikten, Verletzungen, Sehnsüchten und Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Erfahrung wurde für mich zu einem Wendepunkt.
Aus diesem ersten Kontakt entwickelte sich eine 300-stündige Psychoanalytische Psychotherapie, die mein Leben nachhaltig geprägt hat. Sie half mir nicht nur, meine damalige seelische Not besser zu verstehen, sondern eröffnete auch eine längst überfällige Reise in meine eigene Psyche. Im Laufe der Jahre führte mich dieser Weg durch verschiedene Formen der Selbsterfahrung: eine mehrjährige Körperpsychotherapie, Gruppenselbsterfahrung in Pesso-Therapie sowie intensive Erfahrungsräume wie holotropes Atmen und psychedelische Erfahrungen. Diese Erfahrungen haben mein Verständnis für unbewusste Dynamiken, Beziehungsmuster, Körpererleben und seelische Entwicklungsprozesse wesentlich vertieft.
Auch formal führte mich mein Weg zunehmend in die psychologische und psychotherapeutische Arbeit. Nach meinem Studium der Psychologie begann ich meine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten im Verfahren der Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.
Ich verstehe psychische Krisen nicht nur als etwas, das möglichst schnell „weggehen“ soll, sondern auch als Ausdruck innerer Konflikte, nicht gelebter Anteile und unverstandener seelischer Bewegungen. In meiner Arbeit geht es deshalb nicht um schnelle Ratschläge oder oberflächliche Selbstoptimierung, sondern darum, gemeinsam besser zu verstehen, was innerlich wirkt, welche Beziehungsmuster sich wiederholen und welche Entwicklungsschritte möglich werden. Besonders verbunden fühle ich mich dabei einer psychodynamischen Haltung: dem Versuch, Symptome, Konflikte und Lebensfragen nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang der persönlichen Geschichte und der inneren Welt eines Menschen zu verstehen.
Mein Ansatz ist psychoanalytisch und beziehungsorientiert geprägt. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Beziehung zwischen Klient und Berater. Sie bildet den Rahmen, in dem auch schwierige, widersprüchliche oder schambesetzte Themen ausgesprochen und gemeinsam verstanden werden können. Mir ist wichtig, einen geschützten Raum anzubieten, in dem nicht vorschnell bewertet, erklärt oder korrigiert wird, sondern in dem zunächst verstanden werden darf, was innerlich überhaupt geschieht.
In meiner Arbeit geht es deshalb nicht in erster Linie um schnelle Ratschläge oder darum, Symptome möglichst rasch „wegzumachen“. Vielmehr verstehe ich seelische Krisen, wiederkehrende Konflikte oder belastende Beziehungsmuster als Hinweise auf innere Spannungen, unverstandene Gefühle oder unbewusste Dynamiken. Manchmal gibt es dafür einen klar erkennbaren Auslöser, manchmal scheint eine Krise scheinbar „aus dem Nichts“ zu entstehen. Der psychodynamische Blick fragt dann nicht nur: „Wie bekomme ich das schnell in den Griff?“, sondern auch: „Was will hier verstanden werden?“, „Welche Gefühle, Wünsche oder Konflikte stehen dahinter?“ und „Welche Beziehungserfahrungen wiederholen sich möglicherweise?“
Das gemeinsame Gespräch kann dabei helfen, das eigene Erleben differenzierter wahrzunehmen und besser einzuordnen. Häufig entsteht dadurch ein tieferes Verständnis für die eigene Geschichte, für bestimmte innere Muster und für die Art, wie man mit sich selbst und anderen in Beziehung tritt. Ziel ist nicht, eine fertige Lösung von außen vorzugeben, sondern gemeinsam einen Prozess anzustoßen, in dem mehr Klarheit, innere Beweglichkeit und persönliche Entwicklung möglich werden.
Ich arbeite dabei aufmerksam, zugewandt und offen für alles, was auftaucht: Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Träume, Beziehungserfahrungen, biografische Themen oder aktuelle Konflikte. Besonders wichtig ist mir, dass auch scheinbar „unpassende“, widersprüchliche oder schwer aussprechbare Empfindungen Raum bekommen dürfen. Gerade dort, wo etwas zunächst verwirrend, beschämend oder kaum erklärbar erscheint, kann ein tieferes Verstehen beginnen.
Da ich mich aktuell in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten befinde und die Approbation sowie die damit verbundene Heilerlaubnis erst nach Abschluss meiner Ausbildung erlange, möchte ich transparent darauf hinweisen: Mein Angebot stellt keine Psychotherapie und keine Krankenbehandlung dar. Rechtlich handelt es sich um psychologische Beratung. Sie kann dabei unterstützen, persönliche, emotionale und zwischenmenschliche Themen besser zu verstehen und zu sortieren.
Wenn du unsicher bist, ob du eine Psychotherapie benötigst, kann ich dich ebenfalls dabei unterstützen, mehr Klarheit zu gewinnen. Gemeinsam können wir anschauen, was dich belastet, welche Form von Hilfe sinnvoll sein könnte und welches Therapieverfahren möglicherweise am besten zu deinem Anliegen passt. Besonders hervorheben möchte ich die Sinnhaftigkeit die mitunter lange Wartezeit für Psychotherapie zu überbrücken.
Du musst da nicht alleine durch.
Psychosomatische Klinik (seit 3 Jahren - Heute)
Selbstständigkeit als psychologischer Berater (seit 3 Jahren - Heute)
Praktikum – Suchtstation (Entgiftung stoffgebundener Süchte)
Praktikum – Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Praktikum – Psychosomatische Station
Forschungspraktikum