Nach dem Studium der Religionswissenschaft, Politik und Psychologie habe ich über 10 Jahre in der humanitären Hilfe eine Abteilung geleitet, die für Kinder nach Krisen sichere Räume schaffen soll. Wir haben viel praktisch mit den Kindern gearbeitet und Beratungen zu Trauma und dem Umgang damit für Eltern und Fachpersonal angeboten. Seit 2020 arbeite ich in der Gewaltambulanz Heidelberg und leite die Psychosoziale Nachsorge für Gewaltbetroffene. Von 2020-21 war ich zusätzlich in der stationären Kinder-und Jugendhilfe tätig. Seit 2023 bin ich als Systemische Therapeutin und Traumatherapeutin in eigener Praxis tätig.
Die Grundlage meiner Arbeit zeigt sich zum einen in meiner systemischen Haltung, vor allem aber auch in der Grundannahme, dass es sehr viele gute Gründe gab, bestimme Strategien zu entwickeln, auch wenn diese im Hier und Jetzt nicht mehr hilfreich sind. In der Achtung und Wertschätzung dieser, gilt es dann gemeinsam in einen Transformationsprozess zu gehen. Hierbei arbeite ich viel mit PEP®, der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie nach Michael Bohne, der Biographiearbeit im Lebenshaus®, BIL nach Susanne Hofmeister und PITT®, der Psychoimaginativen Traumatherapie nach Luise Reddemann, der Polyvagaltheorie nach Stephen W. Porges und systemischen Therapieansätzen. Auch die Grundannahmen der Kindesentwicklung aus der Waldorfpädagogik finden Einzug in meine Arbeit. Die Grundprämissen der Traumapädagogik wie Wertschätzung, Ressourcenorientierung, Transparenz, Partizipation und Beziehungsaufbau gehören für mich in jeden Prozess.