Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit ist der Wunsch nach Veränderung. Von dort aus erforschen wir gemeinsam, wo du gerade stehst, was sich in deinem Erleben zeigt und was an dieser Stelle Aufmerksamkeit braucht – etwa Unabgeschlossenes, alte Muster, innere Konflikte oder Bedürfnisse, die bislang keinen Raum bekommen haben.
Dieser Wunsch nach Veränderung dient dabei nicht als Zielvorgabe, sondern als Einladung, dem gegenwärtigen Erleben mit Neugier und Offenheit zu begegnen.
Gleichzeitig folge ich dem gestalttherapeutischen Grundsatz:
Was ist, darf sein – und was sein darf, darf sich verändern.
Veränderung entsteht nicht dadurch, einer idealen Version von dir selbst nachzujagen, sondern aus dem Anerkennen dessen, was da ist oder war – mit all den Gefühlen, Schutzstrategien, Verletzungen und unerledigten Erfahrungen. Oft braucht es zunächst Raum für Schmerz, Wut, Trauer oder für das bislang Ungesagte, bevor sich etwas bewegen kann.
Ein zentraler Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Verstehen des „Wie“: Wie hältst du dich – häufig unbewusst – davon ab, deine Bedürfnisse wahrzunehmen oder zu erfüllen? Wie haben sich bestimmte Schutz- und Beziehungsmuster entwickelt, und wozu waren oder sind sie sinnvoll? Wenn dieses „Wie“ verständlich wird, erweitert sich dein Handlungs- und Entscheidungsspielraum.
Ich arbeite ganzheitlich und beziehe Gedanken, Gefühle und Körper gleichermaßen ein. Neben dem Gespräch nutzen wir – je nach Anliegen – Experimente und gemeinsames Erforschen. Dabei können der Raum, Körperwahrnehmungen, Bewegung oder die Stimme einbezogen werden, um Erfahrungen nicht nur zu verstehen, sondern unmittelbar zu erleben.
Die therapeutische Arbeit bewegt sich sowohl im Hier und Jetzt der Beziehung als auch in biografischen Zusammenhängen. Innere Anteile, belastende Gefühle oder wiederkehrende Muster können nach außen gestellt und gemeinsam betrachtet werden, um Klarheit, Selbstkontakt und neue Perspektiven zu ermöglichen. Meine Arbeit ist traumainformiert und orientiert sich an dem, was für dich aktuell regulierbar und tragfähig ist.
Grundlage aller Veränderungsprozesse ist für mich die Haltung, dass du genauso, wie du jetzt bist, richtig bist. Wachstum entsteht nicht aus Selbstoptimierung, sondern aus Selbstkontakt. Aus dem Seinlassen dessen, was ist, kann sich Entwicklung ganz von selbst entfalten – hin zu mehr Lebendigkeit, Handlungs- und Entscheidungsfreiheit und deinem ganz individuellen Ausdruck.