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Erfahre mehr über Tourette-Syndrom
Das Tourette-Syndrom (TS) ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch mehrere motorische Tics und mindestens einen vokalen Tic gekennzeichnet ist, die seit mehr als einem Jahr bestehen, mit Beginn in Kindheit oder Jugend. Im DSM-5 anerkannt, umfasst sie repetitive, unwillkürliche Bewegungen oder Laute, die sich mit Anstrengung vorübergehend unterdrücken, aber nicht dauerhaft kontrollieren lassen. Häufige motorische Tics umfassen Blinzeln, Kopfrucken und Grimassieren; häufige vokale Tics umfassen Räuspern, Schniefen und Grunzen. Ein weitverbreitetes Missverständnis ist, dass das Tourette-Syndrom immer das Ausrufen von Obszönitäten umfasst: Dieses Merkmal, bekannt als Koprolalie, betrifft nur eine Minderheit der Menschen mit der Erkrankung. Bei vielen Menschen nimmt die Schwere der Tics im Erwachsenenalter ab, auch wenn begleitende Erkrankungen wie OCD (Zwangsstörung) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) häufig sind und oft eine größere Auswirkung auf den Alltag haben als die Tics selbst.
Das Tourette-Syndrom variiert erheblich in Schwere und Erscheinungsbild. Die folgenden sind die am häufigsten berichteten Merkmale.
Motorische Tics
- einfache motorische Tics: Blinzeln, Grimassieren, Kopf- oder Schulterzucken, Naserümpfen
- komplexe motorische Tics: koordiniertere Bewegungsabläufe, etwa das Berühren von Gegenständen, Springen oder obszöne Gesten (Kopropraxie)
Vokale Tics
- einfache vokale Tics: Räuspern, Schniefen, Grunzen, Summen
- komplexe vokale Tics: das Wiederholen von Wörtern oder Sätzen, unwillkürliches Wiederholen der Worte anderer (Echolalie)
Weitere häufige Erfahrungen
- ein Vorgefühl: eine Empfindung vor einem Tic, die durch dessen Ausführung gelindert wird
- erhöhte Tic-Häufigkeit unter Stress, Aufregung oder Erschöpfung
- Angst, geringes Selbstwertgefühl oder soziale Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Tics
- begleitendes ADHS, OCD oder Angst
Psychologische Unterstützung bei Tourette-Syndrom konzentriert sich auf die emotionale und soziale Auswirkung der Erkrankung, das Management von Tics, und die Abklärung und Behandlung begleitender Erkrankungen.
- KVT: Kognitive Verhaltenstherapie: KVT bei Tourette-Syndrom umfasst Habit Reversal Training (HRT) und Comprehensive Behavioural Intervention for Tics (CBIT), die zu den am besten belegten psychologischen Ansätzen zur Verringerung von Tic-Häufigkeit und -Auswirkung gehören.
- Klinische Psychologie: Klinische Psycholog:innen beurteilen das gesamte neurologische Entwicklungsbild, einschließlich begleitender Erkrankungen, und entwickeln maßgeschneiderte Interventionen für die spezifischen Schwierigkeiten der Person.
- Psychiatrie: Psychiater:innen können Medikationsoptionen zur Verringerung der Tic-Schwere beurteilen und begleitende Erkrankungen wie ADHS oder OCD behandeln, wo angemessen.
- Beratung: Beratung unterstützt bei der emotionalen Auswirkung des Lebens mit Tourette-Syndrom, einschließlich Angst, sozialer Schwierigkeiten, und der Auswirkung der Erkrankung auf Beziehungen, Schule oder Arbeit.
It's Complicated ist eine von Therapeut:innen gegründete Plattform für psychische Gesundheit, die Klient:innen mit verifizierten Fachleuten in über 60 Sprachen verbindet. Wir arbeiten mit über 2.500 geprüften Therapeut:innen zusammen, mit Sitzungen vor Ort in Berlin, Amsterdam, Barcelona, Lissabon, Wien und weiteren Großstädten, sowie online auf dem gesamten Kontinent.
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