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Erfahre mehr über Traumainformierter Ansatz
Der traumainformierte Ansatz ist ein klinisches Rahmenwerk, das prägt, wie eine Fachperson in jedem Aspekt ihrer Praxis arbeitet. Es ist keine spezifische Therapietechnik oder Methode. Es ist eine Orientierung, die auf einem Verständnis davon beruht, wie Trauma das Nervensystem, Verhalten, Beziehungen und die Fähigkeit beeinflusst, sich auf therapeutische Arbeit einzulassen.
Eine traumainformiert arbeitende Fachperson gestaltet ihre Praxis um Sicherheit, Wahlfreiheit und die Vermeidung von Retraumatisierung herum. Sie erkennt die Anzeichen von Traumareaktionen, selbst wenn eine Person ihre Erfahrung nicht als traumatisch bezeichnet hat, und passt entsprechend an, wie sie kommuniziert, das Tempo bestimmt, und Sitzungen strukturiert.
Der traumainformierte Ansatz zeigt sich darin, wie eine Fachperson arbeitet, nicht in einer bestimmten Reihe von Techniken. Er lässt sich in jede therapeutische Methode integrieren.
In der Praxis bedeutet ein traumainformierter Ansatz, dass die Fachperson:
- Sicherheit priorisiert: erklärt, was geschehen wird, gibt dir Kontrolle über das Tempo, und drängt nicht auf Offenlegung, bevor Vertrauen aufgebaut ist
- Traumareaktionen erkennt: versteht, dass Verhaltensweisen wie Abschalten, Vermeiden oder starke Reaktionen oft Nervensystemreaktionen sind, nicht Widerstand oder mangelndes Engagement
- Innerhalb des Toleranzfensters arbeitet: dem Bereich der Aktivierung, in dem bedeutsame therapeutische Arbeit möglich ist, ohne in Überwältigung oder Abschaltung zu kippen
- Retraumatisierung vermeidet: dich nicht schneller mit Material konfrontiert, als du es integrieren kannst
- Auf Macht und Zusammenarbeit achtet: die therapeutische Beziehung so kooperativ wie möglich gestaltet, angesichts des Machtgefälles, das jeder Hilfsbeziehung innewohnt
Der traumainformierte Ansatz ist über eine breite Palette von Erscheinungsbildern hinweg relevant. Besonders angezeigt ist er dort, wo die Reaktion des Nervensystems auf überwältigende Erfahrung ein zentraler Faktor ist.
- Komplexe PTBS: Komplexe PTBS entsteht durch langanhaltende oder wiederholte traumatische Erfahrung und erfordert einen besonders sorgfältigen, im Tempo angepassten therapeutischen Ansatz. Der traumainformierte Ansatz bietet das Rahmenwerk, innerhalb dessen wirksame Behandlung von komplexer PTBS sicher stattfinden kann, unabhängig von der jeweiligen Methode.
- Geburtstrauma: Schwierige oder traumatische Geburtserfahrungen können bleibende körperliche und psychische Auswirkungen hinterlassen. Eine traumainformiert arbeitende Fachperson versteht die besondere Natur von Geburtstrauma, einschließlich seiner körperlichen Dimensionen, und arbeitet auf eine Weise, die nicht verlangt, dass du den Schweregrad deiner Erfahrung rechtfertigst oder beweist.
- Dissoziative Störungen: Dissoziation ist eine zentrale Traumareaktion. Der traumainformierte Ansatz ist unerlässlich bei der Arbeit mit dissoziativen Erscheinungsbildern, da konventionelle therapeutische Ansätze die Belastung unbeabsichtigt verstärken können, wenn sie nicht berücksichtigen, wie Dissoziation funktioniert und was das Nervensystem braucht, um sich sicher genug zu fühlen, um sich einzulassen.
- Akute Belastungsstörung: Die akute Belastungsstörung entwickelt sich unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis. Der traumainformierte Ansatz konzentriert sich in diesem Kontext auf Stabilisierung, das Schaffen von Sicherheit, und die Unterstützung des natürlichen Genesungsprozesses, ohne unbeabsichtigt traumatische Erinnerung zu verstärken oder zusätzliche Belastung zu erzeugen.
It's Complicated ist eine von Therapeut:innen gegründete Plattform für psychische Gesundheit, die Klient:innen mit verifizierten Fachleuten in über 60 Sprachen verbindet. Wir arbeiten mit über 2.500 geprüften Therapeut:innen zusammen, mit Sitzungen vor Ort in Berlin, Amsterdam, Barcelona, Lissabon, Wien und weiteren Großstädten, sowie online weltweit.
Eine Fachperson zu finden, die wirklich traumainformiert arbeitet, statt den Begriff nur zu verwenden, erfordert zu wissen, worauf zu achten ist und wie man fragt. Füll einfach einen kurzen Fragebogen aus und lass dir von unserem Matching-Team persönliche Empfehlungen geben. Basierend auf deinen Antworten schlagen wir dir Therapeut:innen vor, die bestmöglich zu dir und deiner Situation passen. Wenn du lieber selbst auswählen möchtest, kannst du natürlich auch eigenständig unser Netzwerk von 2.500+ Therapeut:innen durchsuchen, um deinen perfekten Match zu finden.
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